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Samstag, 3. Februar 2024

Jeder Schuss ein Treffer?

Die neuen US-Artillerieraketen, sogenannte GLSDB-Munition, mit einem vom schwedischen Rüstungsunternehmen Saab entwickelten Antrieb, die zur Unterstützung des ukrainischen Abwehrkampfes gegen die russische Invasion geliefert werden soll, bietet einige nicht zu unterschätzende Vorteile gegenüber der herkömmlichen, bislang verwendeten, Artilleriemunition. Zum einen ist es die Reichweite, die von höchstens etwa 40 Kilometern beim Einsatz von Spezialmunition mit der deutschen Panzerhaubitze 2000 auf nun gut 150 Kilometer erweitert wird, zum anderen kann dieses System auf Trägerfahrzeugen wie denen der HIMARS-Raketen montiert, transportiert und manövriert werden. Die Munition ist darüber hinaus auch als Bunkerknacker geeignet und sollte der Ukraine einen Vorteil verschaffen, wenn es darum geht, stark geschützte Gefechtsstände im besetzten ukrainischen Gebiet zu zerstören und auch gegen weiter im Hinterland liegende Logistikstützpunkte anzugreifen. Das dürfte auf die russischen Truppen und vielleicht sogar auf die Führung einen bleibenden Eindruck machen! Auf jeden Fall ist die Lieferung durch die USA an die Ukraine eine weitreichende Entscheidung, die vielleicht auch den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz in noch tiefere moralische Konflikte stürzen könnte, als er jetzt schon hat. Beobachtet man den fast schon ans Lächerliche grenzenden Eiertanz um die erbetene Lieferung von Taurus-Marschflugköpern durch Deutschland an die Ukraine, kann man sich förmlich den schweigsamen Olaf vorstellen, wie er seine schweißnassen Hände knetend um weitere Möglichkeiten ringt, den Taurus nicht liefern zu müssen. Dabei scheint er bei weitem der Einzige zu sein, der das Gefühl hat, von dieser seiner Entscheidung hinge einzig und allein das Schicksal des deutschen Volkes ab. Greift Russland uns wegen des Taurus wirklich an? Oder griffe der Russe uns sowieso an, wenn ihm der Sinn danach stünde, gleichwohl billigend in Kauf nehmend, dass er damit den Verteidigungsfall der NATO heraufbeschwören könnte, vielleicht mit Ausnahme vielleicht von Ungarn und der Slowakei, sowie der AfD, die sich allesamt als die einzig wahren "Putinversteher" sehen weil sie, und sicher nicht ganz zu Unrecht, von seinem Geld und erdöl abhängig sind?

Man muss in der letzten Zeit wirklich befürchten, wenn man die Probleme von der Seite der Ukraine aus denkt, dass man eigentlich keine Feinde mehr braucht, wenn man den westen als „Freund“ hat! Mal abgesehen davon, dass sich sowohl die EU-Staaten, als auch große Teile der NATO in der Regel niemals einer Meinung sind und stets von nationalen Interessen getrieben werden, was auch ihre Handlungen im Allgemeinen stark beeinflusst. Andererseits sind die Chancen, welche die Ukraine als integraler Bestandteil der „Russischen Föderation“ hätte, eher im Bereich nahe Null zu, wohingegen sie im Rahmen der EU und der NATO unvergleichlich besser wären, wenn die Integration in die westlichen Bündnisse gelänge. Hoffen wir das Beste und bauen darauf, dass die moralische Last des deutschen Bundeskanzlers ihn dann doch irgendwann dazu veranlasst, der Lieferung des Taurus an die Ukraine endlich seinen Segen zu geben!
 
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Samstag, 30. April 2022

3=6 oder was?

Neulich habe ich mir ein Auto gekauft, ein kleines Auto, ganz ehrlich. Es handelt sich um einen Citroen C3 Aicross. Sieht aus wie ein in der Waschanlage eingegangener SUV und wird angetrieben von einem (downgesizeten, so sagt man heute wohl?) 3-Zylinder-Motörchen mit knappen 1,2 Litern Hubraum. Wobei das Wort Hubraum fast schon eine Übertreibung darstellt. Ich gehöre schließlich noch zu einer Generation von Autofahrern, die einst lernte, das Hubraum durch nichts zu ersetzen ist - außer durch noch mehr Hubraum! Vielleicht ist das der Grund, warum ich seit Jahrzehnten ein Fan US-amerikanischer Straßenkreuzer bin. Dieses ungeheure Blubbern aus den massiven und armdicken Auspuffrohren, wenn man das Gaspedal mal eben in den Hochflorteppich drückt, hat schon was beeindruckendes. Bis heute stellen sich mir da die Haare an den Armen auf und ich bekomme Gänsehaut, oder Hummeltitten, oder was auch immer man dazu heute zu sagen pflegt!

Aber da ich mir ein solches Schlachtschiff einfach nicht leisten kann, habe ich mit darauf beschränkt, US-Automobile im Maßstab 1:25 zusammen zu bauen und sie dann in meine Vitrine zustellen. Vielleicht, eines Tages, werde ich mir ja doch einen...ach lassen wir das. Allein schon der Wunsch katapultiert mich wahrscheinlich schon auf die Todeslisten etlicher Umweltschützer!

Mein Citroen dagegen, um beim Thema zu bleiben, schnattert jedesmal ganz aufgeregt mit den Ventilen, wenn ich Gas gebe und er scharrt mit den Hufen, ähm ich meine mit den Vorderrädern. Schließlich erzeugt er trotz seiner schmalbrüstigen Auslegung schiere 110 PS. Und das soll ihm erst mal einer nachmachen. Als ich den Wagen im Autohaus bestellte, musste ich sofort an den guten alten DKW F 93 denken, aus den 50er Jahren. 3 Zylinder, nicht einmal 1 Liter Hubraum und so um die 40 PS. Das Ganze untermalt mit dem typischen Zweitaktgeklapper, der jede Melodie fehlte, dafür hatte man das Gefühl, der Motor stolpere irgendwie durch den Verbrennungsund Ausstoßtakt, ohne je genau zu wissen, wo er eigentlich gerade sein sollte. Er soff, er stank und verbrauchte Öl, dass es einem grauste. Aber er trug seine Besitzer über die Autobahnen und Landstraßen. Meistens jedenfalls.

Mein Citroen C3 Aircross im Profil

Citroen C3 Aircross von vorne, ziemlich knuffiges Kerlchen, oder?

Was bin ich doch da mit meinem Neuen gut dran. Der schnurrt wie ein Nähmaschinchen und zieht ordentlich durch, wenn man es braucht. Der Spritverbrauch hält sich in Grenzen und liegt bei etwa 6 Litern E10 auf 100 Kilometern. Innen hat man ausreichend Platz, die Klimaanlage fächelt einem filtrierte Frischluft in die Nasenlöcher, so dass man auch als Allergiker im Frühling ganz gut über die Runden kommt und der schön etwas ältere, gebrauchte Hintern, kann bei Bedarf mit einer Sitzheizung auf Temperatur gebracht werden. 

Tja und was soll ich sagen? In meinem Fall sind 110 PS und bei Bedarf 185 km/h vollkommen ausreichend! Leider, oder Gottseidank, ist mein elektrisches Lastenrad von Urban Arrow nicht ganz so schnell unterwegs. Aber der Kofferraum ist beinahe so groß wie der meines Citroen. Da kann ich beim Einkaufen auch locker darüber hinweg sehen, das die Lenkkräfte bei voller Zuladung deutlich höher werden und die ganze Fuhre deutlich schwerer zu beherrschen ist, wie auch die Lenkung an sich nach bislang gut 3.500 gefahrenen Kilometern ab 25 km/h so wacklig wird, dass man den Angstschweiß auf der Stirn stehen hat, aber nichts geht über das erhebende Gefühl mit diesem Trumm von einem Rad durch die Stadt zu brettern, vorbei an Staus und an dicken SUV´s und anderen motorisierten Umweltverbrechen und ohne die Sorge, man würde keinen Parkplatz finden! 

Urban Arrow (Bild 1)
Urban Arrow (Bild 2)
Ob der Breite des Lastenrades und seiner Länge von gut über 2 Metern, wird man von den Automobilisten natürlich nur ungern auf der Straße gesehen. Denn bei solch einem Gerät muss man schon Rücksicht nehmen. Und dann, wenn man es gerade so eben überholt hat, steht es dann an der nächsten Ampel schon wieder ganz vorne und behindert den Kfz-Steuer zahlenden Großverdiener am zügigen weiterkommen. Ach ich liebe es! Eine Akkuladung reicht - je nach Wetter und Temperatur - zwischen 70 und knappen 100 Kilometer. Allerdings ist mir nicht ganz klar, wie das funktioniert. Fahre ich morgens los, und es ist kühl, sinkt die reichweite auf dem Fahrradcomputer so rapide, wie Eis in der Sonne schmilzt. Fahre ich nachmittags nach Hause, wird die reichweite immer größer, so dass ich teilweise mit einer größeren Reichweite wieder zu Hause ankomme, als ich morgens losgefahren bin. Zum einen finde ich es ziemlich verstörend, weil ich mir nicht sicher bin, ob der Computer überhaupt weiß, was er da anzeigt und zum anderen habe ich auch mit meinem Elektrorad die allseits bekannte "(german) Reichweitenangst", über die viele Fahrer von Elektroautos klagen und die einer der Hauptgründe ist, um sich eben kein solches Fahrzeug anzuschaffen. Trotz der exorbitanten Subventionierung von E-Fahrzeugen!

Aber immerhin, selbst wenn mein Akku irgend wann einmal abkackt, wenn ich unterwegs bin, so lässt sich mein Rad auch dann noch - zwar etwas mühsam wegen des hohen Gewichts aber trotzdem halbwegs kommod - nach Hause bringen, per reinem Pedalantrieb. Beim Elektroauto ist der Ofen aus, wenn der Akku sein Leben ausgehaucht hat und dann geht es nur per Pedes weiter! Naja egal. Zum täglichen Fahren ins Geschäft nutze ich mein cooles Lastenrad und öffentliche Verkehrsmittel wie die Deutsche Bahn und wenn es notwendig ist, oder der Urlaub ansteht, dann darf es der kleine Citroen sein. Ich denke das ist umweltfreundlich genug und nachhaltig auch!




 

Einfach nur dumm wie Scheiße, oder doch Lifestyle-Blogger?

Da kann man nur noch staunen, über so viel Dummheit. Aber im Internet scheint alles möglich. Esoterik ist ein besonders beliebte Thema im Ne...